Osteoporose

Osteoporose

Etwa ein Drittel aller Frauen entwickelt nach dem Ausbleiben der Regelblutung eine Osteoporose, die oft ab dem 60. Lebensjahr zu Knochenbrüchen führt.

Es treten gehäuft Wirbelbrüche und Unterarmbrüche auf, später auch Schenkelhalsbrüche. Der Schenkelhalsbruch hat einen erheblichen Einfluß auf die Lebensqualität. Etwa vier von fünf jenseits des 75. Lebensjahres sterben an den Komplikationen einer Hüftfraktur.

Ein Zeichen für abgelaufene Wirbelbrüche ist die oft auch schleichende Abnahme der Körpergröße und die Bildung eines Rundrückens ( Witwenbuckel ).

In den letzten Jahren wurden Verfahren entwickelt, mit denen man gefährdete Frauen früh erkennen kann. Man fand heraus, daß Frauen, die eine Osteoporose entwickeln, fast immer einen gesteigerten Knochenabbau aufweisen und da der Knochenanbau meist nicht entsprechend gesteigert ist, Knochen verloren geht.

Man kann seit einigen Jahren Abbauprodukte des Knochens zuverlässig messen. Es handelt sich hierbei um die sogenannten „Crosslaps“ ( Abbaumarker ). Die Verbindungen vernetzen die Fasern der Knochengrundsubstanz. Bei gesteigertem Knochenabbau findet man erhöhte werte dieser Abbaumarker. Man benötigt zur Untersuchung ein Röhrchen Blut morgens nüchtern. Dies ist von Bedeutung da die Werte mit der Tageszeit schwanken. Bevorzugt wird diese Untersuchung in der Zeit von November bis April durchgeführt, da hier der Knochenabbau durch zu geringe Versorgung mit Vitamin D am höchsten ist.

Desweiteren wird auch eine Knochendichtemessung durchgeführt, bei der die aktuelle Dichte der Knochengrundsubstanz angezeigt wird. In der Gesamtschau dieser Befunde kann sodann über das Ausmaß und/oder Vorhandensein einer Osteoporose Auskunft gegeben werden.

Leider trägt die gesetzliche Krankenkasse diese Untersuchung nicht als Vorsorgeleistung. Sie können diese Leistung jedoch bei mir als private Wunschleistung durchführen lassen.

Falls Sie weitere Fragen zur Osteoporose haben, berate ich Sie gerne in einem persönlichen Gespräch und kann über den Preis der Untersuchung und die evtl. notwendigen weiteren Schritte ( Hormonersatz; Ernährung, Calcium, Vitamin D und andere Präparate ) Auskunft geben.

Eine Osteoporose kann heute weitgehend vermieden werden, wenn ein gesteigerter Knochenabbau früh erkannt wird.